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Die Einwanderer

War's wirklich vor fünfzig. Jahren?
Es ist schon lange her!
Als wir hier standen, mit Sack und Pack,
Nach der Reise übers Meer.

Alles fremd. Man sprach ja kaum ein Wort.
Vielleicht : "How do you do?"
Die Antwort kam spontan darauf,
Doch dachten wir: "Was nu' ?"

Das Wörterbuch verhalf uns zur
Einzimmerwohnung "upstairs",
Mit Eingang auf der andern Seit'
Und Bad un' Klo "downstairs"!

Kein Federbett, nur eine Deck',
Wie war's doch kalt "outside"!
Doch bald verstand man es, warum:
Kein Fenster schloss sich "tight".

Am nächsten Tag auf Arbeitssuch':
Die Dundas entlang zur College.
"One dollar down," stand überall,
Man hatte ja keine "knowledge".

Und auf der Yonge Street, an der Queen,
Der Magen war am knorren!
Doch weiter sucht' man, Arbeit " first",
Da gibt es gar kein Murren.

Dann doch ein Schild: "apply within ",
Sie suchten einen Schreiner!
Gelernt hat man' nen andern Beruf,
Doch daran stösst sich hier keiner!

Mit Hammer und Säge in der Hand
Und achtzig Zent in der Stunde,
So kam man voran im neuen Land,
Und über die nächste Runde.

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Dem ersten der Tod,
Dem zweiten die Not,
Dem dritten das Brot,
So sprachen die alten Einwanderer.


Geschrieben von Hartmut Reinsch ©
(Deutsch-Kanadischer Goldschmied und Heimatdichter)
1986 Toronto Kanada.

Dieses Gedicht kann hauptsächlich nur ein Einwanderer verstehen, der alles selber mitgemacht hat und sich in diesem schönen, doch fremden Land durchkämpfen musste, und zu dieser Zeit nur seine deutsche Muttersprache sprach.