"DAS VATERLAND"Dies heil'ge Wort,
lernst du zu schätzen
in der Fremde dort.
Bist du zuhaus mit allen deinen,
hörst du dies Wort und brauchst nicht weinen,
und denkst sogar: wie wär' es schön,
in die Fremde bald zu gehn.
Doch aus der Ferne
lass dir sagen:
dies teure Wort
wird dich noch plagen!
Nach Jahren kommt erst der Verstand,
und du denkst an dein lieb Vaterland!
Erinnerung. Vergänglich nie!
Aus dem Wort Heimat wird Poesie!
Muttersprache.
Verbundenheit von Kindheit an,
ist dir die Muttersprache dann.
Endlich fandest du dein Glück,
Aber in Gedanken
kehrst du gerne zurück,
zum Vaterland!
Jetzt wird es still, die Nacht ist da.
Ich kann es gar nicht fassen.
Das Heimweh ist schon wieder hier,
man kann es gar nicht lassen!
Der Tag viel Mühe ohne Rast,
vergeht so schnell und schön.
Doch in der Abendzeit und Nacht...
Und im Stillen der Gedanken,
kehr' ich zurück, zur Heimat hin.
Geschrieben von Hartmut Reinsch
(Deutsch-Kanadischer Goldschmied und Heimatdichter)
1982 Toronto Kanada